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  Professor Umbridge und die DA

 

     

Heute hatte Harry beschlossen ein neues Treffen mit der DA, welche im Zimmer neben der grauen Dame im vierten Stock stattfanden, zu arrangieren. Hermine, Ron und Harry gingen zusammen durch das Loch am Gryffindorausgang, wo ihnen die fette Dame zurief:

 ,,Wohin wollt ihr denn so spät?“.  Doch die drei antworteten nicht. Fünftklässlern war es erlaubt so spät durch die Gänge zu gehen, obwohl Harry nicht recht wusste, ob Professor Umbridge die Regeln nicht schon wieder geändert hatte. Wenn sie ihnen auch noch die Ausgangszeit kürzen würde, könnten sie sich nicht mehr mit der DA treffen und das wäre eine Katastrophe für Harry. Es sei denn es würde sich ein Termin finden lassen an dem alle Mitglieder Zeit hätten und nicht schon mit etwas anderen Beschäftigt waren, wie zum Beispiel Quidditchtraining, aber das war so gut wie unmöglich. Harry war so vertieft in seine Gedanken, dass er fast an der Statue vorbeigelaufen wäre, wenn Hermine ihn nicht aufgehalten hätte. Um in die Versteckte Kammer zu kommen musste man dreimal an der Statue der Grauen Dame vorbeilaufen und sich den Raum wünschen, wie man ihn wollte. Wenn man einen Raum wollte, der ein Bett enthält musste man sich das Bett vorstellen und dabei drei Mal an der Statue vorbeilaufen. Ron war heute dran, den Raum zu rufen. Die Tür erschien sofort nach dem er fertig war. Sie traten ein, und fanden ihren Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste wieder, den sie brauchten um Verteidigung gegen die dunklen Künste zu üben, da Professor Umbridge sie in diesem Jahr nur Theorie machen ließ. Außerdem hatte Professor Umbridge verboten geheime Clubs, Teams oder ähnliches zu gründen, ohne sie um Erlaubnis zu bitten, deswegen brauchten sie diesen Raum, der für andere nicht sichtbar war, so dass sie ungestört trainieren konnten. Der Raum war ziemlich groß und mit allerlei Sachen für Verteidigung gegen die Dunklen Künste bestattet, wie sie es sich gewünscht hatten. In einem Regal standen Spickoskope und an der Wand hing ein Spiegel, den Harry ganz sicher aus dem Lehrerzimmer des falschen Mad-eye Moody wieder erkannte. Hermine machte sich, solange sie auf die anderen warteten, über die Bücher her, die an der anderen Seite des Zimmers auf einem weiteren Regal standen. Harry und Ron beobachteten die Spickoskope. 19.45 Uhr kam der letzte von ihnen, Justin-Finch Fletchey, zur Tür herein. Harry redete noch eine Weile mit Loona Lovegood, bis er entschloss die Stunde an zu fangen. Er zauberte sich wieder eine Pfeife, um Ruhe herzustellen.

 ,, Also, … Ich denke, heute werden wir anfangs noch mal Entwaffnung üben und danach Schockzauber.“, erklärte er den anderen, doch der blonde Junge aus Hufflepuff erwiderte: ,,Entwaffnen ist doch Kinderkram. Wo kann der denn nützlich sein? Wir sollten…!“

,,Harry war der sehr nützlich, als er gegen Du-weißt-schon-wen gekämpft hat. Stimmt’s Harry?“, unterbrach Ron den Blonden.

,,Danke Ron.“, sagte er zu Ron und richtete sich wieder der Gruppe zu.

 „Er hat Recht. Er war nützlich. Ohne ihn wäre ich jetzt schon längst tot. Und wenn er Kinderkram ist, dann Beweis uns, dass du ihn so gut drauf hast. Los!“, forderte Harry den Jungen auf. Der blonde Junge sagte für den Rest der Stunde nichts mehr.

,,Also, teilt euch in 2er Gruppen auf, wie letztes Mal!“, befahl Harry den Andern. Alle teilten sich in zweier Gruppen auf, wie Harry es gesagt hatte. Hermine ging wieder mit Ron zusammen, Parvati mit Padma und Cho mit ihrer Freundin, deren Blick ziemlich grimmig war. Als Harry zu Cho blickte, fing er von ihr ein kleines Lächeln auf. Danach ging Cho in die Linke Ecke, um dort zu üben.

 ,,Und jetzt alle entwaffnen, wie zuvor.“, sagte Harry und pfiff als Zeichen zum Beginn in seine Pfeife. Harry arbeitete wieder mit Neville zusammen, der sich schon mächtig verbessert hatte, seitdem sie ihre erste Trainingsstunde hatten. Harry hielt sich immer zurück, um ihm die Möglichkeit zu geben, den Zauber erstmal Perfekt zu performen. Nun, da Harry wusste, dass Neville den Zauber konnte, wollte er mit ihm an seiner Schnelligkeit arbeiten. Nach einer Weile mit vielen rufen: ,, Expelliarmus“ und eine Menge Zauberstäbe, die durch die Luft flogen, ließ Harry Neville mit Hermine und Ron üben, um durch die Menge zu gehen und den anderen zu helfen. Er ging 10 Minuten herum und korrigierte die Haltungen der anderen, aber vermied es, Cho zu nahe zu kommen, da er sich in ihrer Gegenwart immer schwer und schwach fühlte. Er erklärte seine Unkonzentriertheit in ihrer Nähe, dadurch, dass sie ihn geküsst hatte. Er erinnerte sich auch immer wieder an das, was Hermine ihm letztens gesagt hatte, nämlich, dass Cho mit sehr vielen Gefühlen zu kämpfen hatte, da sie erst kürzlich ihren Freund Cedric verloren hatte und sich nicht sicher war, was sie für Harry empfand. Das sie schlecht im Quidditch spielte, kam noch dazu. Harry verbesserte noch Georges Haltung und sagte zu ihm:

,,Du darfst nicht so stark mit deinem Zauberstab herumfuchteln. Du musst ihn einfach nur auf dein Ziel richten.“, denn George warf nicht nur Freds Zauberstab weg, sondern auch Fred, der schon ziemlich mitgenommen aussah. Danach pfiff er nochmals und Ruhe erklang im Raum. ,,Okay, das war schon richtig gut. Besonders Neville hat sich mächtig gesteigert.“, sagte er lobend zu Neville, der rot anlief, als ihn alle anschauten.

,,Ich würde euch trotzdem bitten, noch ein wenig an eurer Schnelligkeit zu arbeiten.“, bat er die anderen, welche ein leises Stöhnen von sich gaben, aber doch einwilligten.

,,Gut, dann kommen wir jetzt zum Schockzauber.“, erklärte er, während sich die Gesichter der anderen mit Freude füllten. ,,Wer hat einen schon mal richtig performed?“, fragte er in die Runde, aber nur Hermine und Ron hatten es schon mal mit Harry gemacht.

,,Dann bitte ich euch beide den anderen zu zeigen, wie er geht!“, bat er die beiden. Ron und Hermine traten also in die Mitte des Raumes, um den die anderen schon einen Kreis gebildet hatten. Harry und Fred legten Kissen um die beiden, um zu verhindern, dass einer von ihnen auf den harten Boden fällt.                   

,,Also, auf drei geht es los. Ihr wisst, was ihr zu tun habt?“. Beide nickten und schaute sich einander an. Harry zählte langsam von 3 bis 2 und dann 1 und…..

Crack.

Beide Zauberstäbe flogen aus ihren Händen, bevor einer von ihnen einen Zauberspruch aufsagen konnte. Die Gesichter von allen DA Mitgliedern waren nun von Horror durchzogen, denn gerade eben war Professor Umbridge durch die Tür marschiert. Sie hatte einen wütenden und hämischen Blick aufgesetzt.

,,Was zum Teufel treibt ihr hier? Ach Harry Potter. Kein Wunder, das auch Sie hier sind. Ihnen war ihre Strafarbeit wohl nicht genug. Einen Club gründen, ohne Erlaubnis, wo ich es doch ausdrücklich verboten hatte. Und dann auch noch 3 Vertrauensschüler, die sich nicht an die Hogwarts Regeln halten.“

,,Das sind nicht Hogwarts Regeln, sondern ihre und die vom Ministerium.“, erwiderte Harry wutentbrannt.

,,Auch noch widersprechen, ja? Diesmal kommen sie mir nicht so leicht davon, Mr. Potter. Hiermit verbanne ich Sie aus der Zauberwelt und werfe sie aus Hogwarts raus. Gehen Sie hoch zu Ihren Schlafraum und packen sie ihre Sachen. Ihr Zug wird morgen früh um 9.00Uhr fahren.“, sagte sie erbarmungslos zu Harry, der seinen Ohren nicht traute. Trotzdem bewegte er sich nun in Richtung Tür.

,,Geben sie mir ihren Zauberstab, wenn ich bitten darf!“, fügte sie noch schell hinzu.

Harry sah, wie sie zu Ron marschierte und ihm sein Abzeichen für Vertrauensschüler entriss und dabei murmelte:

,,Das werden sie jetzt nicht mehr brauchen“.

Danach ging sie zu Hermine und den anderen Vertrauensschülern. Hermine nuschelte etwas vor sich hin, was Pr. Umbridge glücklicherweise nicht hörte. Keiner der DA Mitglieder sagte noch etwas. Sie sahen Pr. Umbridge nur böse an. Harry wollte nicht einen von seinen Freunden in die Augen schauen, vor allem Cho nicht. Er hatte jetzt die Tür durchschritten und, während er den Gang entlang zu seinem Schlafraum ging, starrte er auf seine Füße. Er dachte daran zu Sirius zugehen. Er würde auf keinen Fall zum Ligusterweg zurückkehren. Er stellte sich die Gesichter von seinen Verwandten vor, wie sie hämisch lachten. Nein, er würde auf keinen Fall zu ihnen zurückkehren. Er würde mit Sirius leben. Er fand diesen Gedanken anfangs gar nicht so schlecht, bis ihm einfiel, dass er seinen Freunden zusehen müsste, wie sie große Zauberer würden. Er hatte seine einzige Chance vermasselt. Er würde zusehen müssen, wie Ron und Hermine gegen Voldemort kämpfen würden. Es war ein schrecklicher Gedanke für ihn. Bis er zum Portrait der fetten Dame kam, hatte er höllisch Bauchschmerzen. Er ging an ihr durch das Loch und verschwand schnell in seinem Schlafraum. Um seine Gedanken zu vergessen, machte er sich sofort ans Packen, aber das half nicht wirklich, denn immer, wenn er ein bestimmtes Teil einpackte, erinnerte er sich an seine schönen Zeiten an Hogwarts, die jetzt für ihn vorbei waren.

Nach einer halben Stunde war er fertig und legte sich auf sein Bett und beobachtete die Decke. Er wollte nur aus einem schrecklichen Alptraum aufwachen, aber er wusste genau, dass er es endgültig vermasselt hatte und er nicht träumte. Plötzlich fiel ihm ein, dass er Hedwig vergessen hatte, aber er dachte sich, er würde sie morgen früh schnell hohlen. Jetzt war er zu müde dafür. Er dachte darüber nach, warum Ron und Neville noch nicht da waren. Bis ihm zu müde zum Nachdenken wurde. Er lag noch eine Weile wach, immer wieder der Versuchung widerstehend einzuschlafen, bis er ein lautes Gebrüll vom Gemeinschaftsraum hörte. Es kam näher. Nun konnte er erkennen, dass es Nevilles Stimme war. Er schrie nur: ,,Harry, Harry, HARRY!“ Schon war er durch die Tür von ihrem Schlafraum. Völlig außer Atem. ,Was war den mit Neville los? Ist etwas mit Ron passiert oder Hermine’, dachte er mit angsterfülltem Blick.

,,Sie haben… es…“, versuchte Neville zu erklären, als er etwas Luft geschnappt hatte. Harry sagte: ,,Ruhe dich erstmal aus und erzähle mir dann genau was geschehen ist….. Was hat wer?“, fragte er ihn schließlich.

,, Die DA hat es geschafft, Harry.“, erklärte er immer noch ein wenig außer Atem. ,, Du bist noch nicht rausgeworfen worden. Und wir haben nur Strafarbeiten bekommen.“, fuhr er fort.

,,Was? Ich…. wirklich?“, fragte er mit einem Grinsen auf seinem Gesicht. Neville holte noch einmal tief Luft und begann dann alles hastig zu erklären. ,, Nachdem die Umbridge weg war, ist die ganze DA geradewegs zu Dumbledore marschiert und hat ihn aufgefordert deinen Rauswurf ungültig zu machen. Erst war er ziemlich erschrocken, denn er wusste noch nichts von dem Vorfall, aber nachdem er eine Weile nur dastand und nachdachte, sagte er, dass er es regeln würde.“

,, Und er hat meinen Rauswurf einfach so wieder rückgängig gemacht? Kann er das überhaupt? Umbridge hat doch die Erlaubnis von Fudge?“

,, Na ja, Pr. Umbridge erschien dann auch und hat versucht Dumbledore zu überzeugen, aber Pr. Dumbledore hat gesagt, dass alle Lehrer darüber entscheiden sollten, was mit dir passiert. Die Umbridge hat erst dagegen erwidert, aber Pr. Dumbledore konnte sie überzeugen. Dass heißt, alle Lehrer werden über dich in so etwas wie einer Verhandlung entscheiden. Das ist besser als rausgeworfen zu werden, oder?“, beendete Neville grinsend.

,, Und ihr habt alle Strafarbeiten bekommen?“, fragte Harry.

,, Ja. Jeder eine Woche bei Umbridge. Ich schätze, wir werden das zusammen…“. Neville wurde von der Tür unterbrochen, die just in diesem Augenblick aufschwang. Ron und Hermine stürmten herein und blieben vor den beiden stehen. Hermine schien zu begreifen, dass Neville schon alles berichtet hatte, aber fragte trotzdem: ,, Du weißt es schon?“ Harry nickte und sagte: ,, Ja, Neville hat es mir eben erzählt.“ Harry sah Ron an, der auch lächelte, aber noch nichts gesagt hatte. Harry lächelte zurück. Plötzlich fiel ihm auf, dass Ron sein Abzeichen für Vertrauensschüler wieder zurück hatte. Er sah Hermine an und erblickte auch bei ihr wieder ein Abzeichen. ,, Ihr habt ja eure Abzeichen zurück. Hat Dumbledore sie euch zurückgegeben?“

,, Nicht direkt. Darüber wird auch in der Verhandlung diskutiert. Aber bis dahin sollten wir den Job weitermachen.“, antwortete diesmal Ron. Jetzt erst wurde Harry bewusst, dass er sich noch nicht freuen konnte und sein Lächeln verschwand auch prompt. Die Verhandlung lag schließlich erst vor ihm und von dieser einen Verhandlung hing seine Laufbahn als Zauberer ab. Er musste vor allen Lehrern rechtfertigen, was er getan hatte. Er konnte sich an drei Fingern abzählen, dass Pr. Umbridge und Snape gegen ihn sein würden, aber mit Sicherheit hatte er Dumbledore auf seiner Seite. Er hoffte jetzt, dass auch die restlichen Lehrer zu ihm stehen würden.

,, Was machen wir jetzt?“, fragte Neville und Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen.

,, Wir müssen morgen früh raus zum Unterricht, also würde ich sagen wir gehen schlafen.“, sagte Harry jetzt müde. Er hatte so viel gehört, dass er gar nicht mehr gemerkt hatte, wie müde er war.

,, Wir müssen morgen aber nicht früh raus, denn morgen ist die Verhandlung, während die anderen zu Mittag essen, und deswegen sind wir erstmal vom Unterricht freigestellt. Alle die bei der DA waren sind freigestellt, weil sie als Zeugen aussagen müssen.“

,,Oh. Sie ist schon morgen.“, sagte Harry niedergeschlagen. ,, Ich werde aber trotzdem ins Bett gehen. Ich bin schon gähn ganz müde.“ Harry gähnte noch mal und verabschiedete sich dann von Hermine, die sich auf den Weg gemacht hatte in ihren eigenen Schlafraum zu gehen. Ron und Neville gingen auch schlafen. Sie zogen sich um und machten die Vorhänge zu. Harry hatte sich kaum in sein Bett gelegt, da fand er sich auch schon in einem langen und breiten Korridor wieder. Ganz am Ende war eine Tür mit einem Pokal drauf. Er versuchte vergebens sie zu erreichen. Er rannte und rannte, kam ihr aber einfach nicht näher. Er kannte diese Tür, er wusste nicht was hinter ihr lag, aber er hatte das Gefühl genau zu wissen, was hinter der Tür lag.

 

                  Die Verhandlung

 

Den nächsten Morgen wachte Harry mit einem mulmigen Gefühl auf. Es war noch sehr früh, doch er konnte nicht mehr schlafen. Er wurde von einem schlimmen Alptraum geweckt, und hatte Angst er würde wieder davon träumen, wie jede Nacht der vergangenen Monate. So lag er also noch eine ganze Weile wach und dachte über die bevorstehende Verhandlung nach. Er dachte auch an Sirius, mit dem er zusammenleben würde, falls er nicht weiter in Hogwarts bleiben konnte. Er würde Sirius Gesellschaft leisten, denn Sirius lebte im Moment alleine in Grimmauld Place mit seinem Hauself. Er hatte den ganzen Tag nichts zu tun, da er nur im Haus bleiben konnte, denn er wurde ja immer noch gesucht. Plötzlich fiel ihm ein, dass Sirius wahrscheinlich noch gar nichts von gestern wusste. Also, musste er ihm alles berichten. Er würde ihm einen Brief schreiben. Sirius erfuhr ja nur selten etwas von außerhalb. Nur wenn ein Mitglied von dem Orden des Phönix bei ihm vorbeikam. Das Haus von Sirius war die Hauptstation vom Orden des Phönix und so wie das Haus Harrys Eltern gesichert. Nur der, dem Dumbledore von dem Haus erzählt hatte, konnte es sehen und betreten. Dumbledore war nämlich der Geheimniswächter.

Harry stieg leise aus seinem Bett um die Schlafenden nicht zu wecken. Er wollte Sirius den Brief im Gemeinschaftsraum schreiben. Er nahm sich deshalb Feder und Pergament mit. Er würde ihn alleine schreiben. Dazu brauchte er Ron und Hermine nicht.

Im Gemeinschaftsraum ließ er sich auf einem Sessel an der Feuerstelle nieder. Der Kamin war in der Nacht gelöscht worden. Bestimmt von einem Hauselfen, dachte er.  Im Gemeinschaftsraum war es totenstill, weil keiner schon wach war. Harry gefiel das. So konnte er seinen Brief ungestört schreiben. Er setzte an und schrieb: Hi Schnuffel. Er konnte natürlich nicht Sirius schreiben, denn Pr. Umbridge kontrollierte jeden Brief, bevor er das Gelände von Hogwarts verlässt. Harry wusste das, denn vor einer Weile, kam Hedwig verletzt nach Hause und Hagrid hatte gesagt, dass man sie gefangen hätte.

Er musste sich gut überlegen, was er schrieb, da Pr. Umbridge nicht mehr durch diesen Brief erfahren sollte, als das, was sie leider Gottes schon herausgefunden hatte. Es fiel ihm schwer, aber trotz allem erhielt er ein befriedigendes Ergebnis. Er las sich den Brief noch mal gründlich durch:

 

Hi Schnuffel

Wie geht es dir? Gestern ist uns ein riesen Fehler widerfahren, denn Pr. Umbridge hat die Gruppe, für Verteidigung gegen die Dunklen Künste entdeckt. Sie hat mich von der Schule verwiesen, aber Pr. Dumbledore hat sie überredet in einer Verhandlung nochmals darüber zu entscheiden. Diese ist heute Mittag vor allen Lehrern. Es wird auch darüber entschieden, ob Hermine und Ron weiterhin Vertrauensschüler bleiben können. Alle Mitglieder haben Strafarbeiten bekommen, außer mir.

Wünsch uns Glück,

 

Harry

 

Er rollte das Pergament zusammen und machte sich auf den Weg zum Eulenturm. Die Fette Dame schlief noch, als Harry durch das Portraitloch ging. Auf den Gängen war so früh noch keiner, außer ab und zu ein Geist. ,,Morgen Harry“, sagte der Fast Kopflose Nick, als er an Harry vorbeischwebte, doch Harry erwiderte nur ein kleines Hallo und ging mit gesengten Kopf weiter. Er war nicht in der Stimmung mit jemanden zu reden. Harry blickte aus dem Fenster und sah, dass es heute wolkig war. Der Himmel war zwar bedeckt, doch es regnete nicht. Das Wetter würde besser meiner Stimmung passen, wenn es regnen würde, dachte er sich.

Den Rest des Weges bis zum 4. Stock dachte er wieder über die Verhandlung nach. Er bekam Bauchschmerzen davon. Nur noch ein paar Stunden, bis er vor allen Lehrern sitzen musste. Doch dann fielen alle seine Sorgen für einen kurzen Moment in einen anderen Teil seines Gehirns, denn er sah Cho vor sich, die offensichtlich auch auf dem Weg zur Eulerei war, da sie ein Stück Pergament zusammengrollt in der Hand hielt. Sie lief ungefähr 6 Meter vor ihm, aber er wusste nicht, ob er sie ansprechen sollte, denn wahrscheinlich wollte sie nichts mehr mit ihm zu tun haben. Schließlich war er es der die DA gegründet hatte. Aber andererseits war auch sie zu Pr. Dumbledore marschiert und hatte sich beschwert. Also überwand er sich und rief ihr zu: ,,Cho, warte!“ Er rannte kurz zu ihr und blieb dann vor ihr stehen. Er war aufgeregt und dachte, jetzt schreit sie mich gleich an, warum er sie damit reingeritten hatte, aber anstatt dessen lächelte sie.

Sie lächelte erst nur, sagte dann aber: ,, Morgen, wie geht’s?“ Harry wollte ihr gerade antworten, aber sie fügte noch vorher hinzu: ,, Natürlich geht’s dir nicht gut. Wie dumm von mir. Es tut mir leid.“

,, Ist schon Okay“, stammelte Harry.

,, Du machst dir bestimmt Sorgen um die Verhandlung, oder! ?“

,, Ja, … stimmt.“

Sie standen nur da und blickten sich ab und zu an, dann wieder auf den Boden, ohne dass einer etwas sagte. Es kam Harry vor wie Stunden, bis Cho die Konversation weiterführte: ,, Was machst du so früh hier? Du bist doch auch wegen der Verhandlung vom Unterricht befreit.“

,, Wieso ,auch’? Bist du denn ebenfalls vom Unterricht befreit?“, fragte Harry, doch er wusste die Antwort schon, bevor Cho antwortete. Natürlich war sie auch freigesprochen. Sie sollte dich als Zeugin aussagen.

,, Ja. Ich soll als Zeugin aussagen und dann wird noch entschieden, ob ich weiterhin Vertrauensschülerin bleiben kann. Und was machst du nun so früh hier?“

,, Ich… ich bring diesen Brief zur Eulerei. Und was machst du?“, fragte er, um ihr Gespräch weiterzuführen.

,, Ich bringe den Brief auch nach oben. Dann können wir ja zusammen hingehen.“

,, Okay, lass uns gehen.“, sagte Harry und ging los mit Cho an seiner Seite. Die ersten paar Schritte sagten sie wieder nichts, und Harrys Gedanken von der Verhandlung nahmen wieder einen Teil seines Gehirns ein, aber diesmal war er auch gleichzeitig mit den Gefühlen, die er für Cho hatte und die er in Chos nähe empfand, beschäftigt. Diesmal fing Harry das Gespräch wieder an, um sich von der Verhandlung abzulenken.

,, Warum schickst du den Brief so früh ab. Du hast doch heute auch keinen Unterricht?“  

,, Ich wollte einfach schnell meinen Eltern von Gestern erzählen. Ich hätte es Gestern machen müssen, aber nach allem was passiert ist, habe ich es vergessen. Heute hatte ich dann so ein schlechtes Gewissen, dass ich gleich gehen musste. Und was ist mit dir. Ich dachte du würdest mal ausschlafen. So wie dich die Umbridge behandelt. Mit den ganzen Nachsitzstunden, die du so spät bei ihr hattest. Ihr habt dieses Jahr doch eure ZAGs nicht. Da habt ihr sicherlich auch so viele Hausaufgaben auf. Wie schaffst du das bloß? Ich meine du hattest ja auch noch DA Stunden.“

,, Das stimmt, aber ich hatte auch noch Hermine, die mir oft geholfen hat. Und ich konnte wegen der Verhandlung nicht mehr schlafen.“, log er teilweise, denn eigentlich konnte er wegen seinen Alpträumen nicht mehr schlafen. Er wollte sie nicht anlügen, aber er konnte ihr auch nichts von seinen Träumen sagen. Es war ihm zu peinlich.

Sie waren nun schon in der Eulerei angekommen. Harry war froh, dass sie ihn nicht gefragt hatte, wem er den Brief schicke, denn er wollte sie nicht schon wieder anlügen. Hedwig kam auf ihn zugeflogen, sobald er die Eulerei betreten hatte, setzte sich auf seine Schulter und streckte ihr Bein aus, so dass Harry den Brief daran befestigen konnte. Er flüsterte ihr fragend zu: ,, Zu Schnuffel. Du weißt wer, ja?“ Hedwig zwickte mit dem Schnabel an Harrys Ohr, als Zeichen dafür, dass sie verstanden hatte und flog davon.

,, Eine kluge Eule, die du da hast. Wie heißt sie?“

,, Hedwig. Und deine? Ich meine, wie heißt deine?“, erwiderte er, als Cho eine braune Bergeule nahm und an ihr ihren Brief befestigte.  

,, Sie heißt Cheng. Sie ist sehr treu. Hat bisher immer ihren Brief zugestellt.“ Cheng flog davon und wieder standen sie eine Weile nur da und vermieden es sich anzuschauen. Harry überlegte die ganze Zeit, was er sagen sollte, doch es viel ihm nichts ein. Dabei tat er so als würde er 2 Waldeulen beobachten, die sich um ein Stück Brot stritten. Cho tat es ihm gleich.

,, Wie läuft es im Quidditch?“, brach Harry das Schweigen.         

,, Na ja, nicht so gut. Ich lass mich immer ablenken seit… seit…“, wollte sie antworten, aber sie brachte kein Wort mehr heraus, sondern fing an zu weinen. Harry blickte sie mitleidig an. Er wusste nicht was er tun sollte. Er versuchte ihren Satz zu beenden: ,, Du meinst seit… seit Cedric tot ist.“ Als er Cedric erwähnte, fing sie noch heftiger an zu heulen. Harry hatte offensichtlich etwas Falsches gesagt. Er wusste nicht wie er sie beruhigen sollte. Er dachte daran, sie in den Arm zu nehmen, entschied sich dann aber, es erst noch mal mit Worten zu probieren.

,, Es... tut mir Leid.“, stammelte er, „ hast du emmh vielleicht Lust mit mir das nächste Hogsmeade Wochenende zu verbringen?“ Er wusste erst gar nicht was er eben gesagt hatte. Er hatte einfach drauf losgeredet, ohne darüber nachzudenken. Als er dann aber begriff, was er gesagt hatte, kniff er die Augen zu, und wartet ihre Reaktion ab. Zu seiner Verblüffung schien es ihm gelungen zu sein, sie zu besänftigen, denn Cho hörte auf zu weinen. Harry machte seine Augen nun auch wieder vollkommen auf. Cho schluchzte nur noch einmal und lächelte dann wieder. Harry war sichtlich erleichtert das zu sehen.

,, Das würde ich liebend gern.“, antwortete sie auf seine Frage mit vertränten Augen. ,, Aber du weißt doch noch gar nicht, ob du das nächste Hogsmeade Wochenende noch da bist?“, fügt sie hinzu. Harry hatte darüber auch noch nicht nachgedacht und seine Angst vor der Verhandlung vergrößerte sich wieder. Jetzt konnte er mit Cho ausgehen. Er hatte sie gefragt und sie hatte ja gesagt. Nur diese blöde Verhandlung stand jetzt noch zwischen ihm und Cho.

,, Ich meine, falls ich nicht verurteilt werde.“, erklärte er ihr.

,, Dann können wir uns erst nach der Verhandlung richtig verabreden. Ich hoffe du gewinnst. Aber ich glaube schon, denn immerhin warst du es der Du-weißt-schon-wen besiegt hat. Und das nicht nur einmal.“ Harry war froh, das von ihr zu hören, aber er war sich bei der Sache nicht so sicher. Er hatte sich wohl endgültig zuviel geleistet und er konnte nicht immer allen Strafen entgehen, nur weil er als Baby gegen Voldemorts Fluch angekommen war und das ohne jegliche besonderen Kräfte. Irgendwann muss er ja für irgendetwas bestraft werden.

,, Ich wünsch dir trotzdem viel Glück.“ Harry schlug seine Gedanken und Schuldgefühle aus dem Kopf und sagte ihr: „ Danke. Ich werde es bestimmt brauchen.“ Sie gingen vom Turm hinunter bis zum vierten Stock. An der Statue von Boris dem Allmächtigen verabschiedeten sie sich, da ihre Wege sich von hier an trennten. Harry wusste nicht, wo der Ravenclaw Gemeinschaftsraum war, aber er wusste das es nicht auf seinem Weg lag. Harry ging zurück zur Fetten Dame, die nun schon wach war und nach dem Passwort fragte. ,, Christmascookie“, antwortete Harry ihr und ging durch die Öffnung, sobald das Portrait zur Seite geschwungen war. Der Gemeinschaftsraum hatte sich in Harrys Abwesenheit etwas gefüllt, doch es schien sogar für die Schüler, die zum Unterricht mussten zu früh zu sein. Harry wäre heute froh gewesen zum Unterricht gehen zu können. Zu seiner Überraschung erblickte er Ron und Hermine am Kamin in den bequemsten Sesseln des ganzen Gemeinschaftsraumes sitzend. Hermine, die zu ihm gedreht saß, winkte ihn zu sich heran. Jetzt hatte auch Ron ihn gesehen, denn er hatte sich umgedreht. Harry begann zu ihnen zu laufen, aber nicht ohne zu bemerken, dass sie sich offensichtlich gefragt hatten, wo er so früh war. Harry setzte sich in einen der anderen Sessel und stellte die erste Frage:

,, Warum seit ihr so früh schon wach?“ Hermine antwortete sofort:    

,, Das gleiche könnte man dich fragen. Aber wir konnten nicht mehr schlafen. Du weißt wegen der Verhandlung. Du konntest wohl auch nicht schlafen. Hattest du wieder Alpträume?“

,, Nein. Ich war bloß aufgeregt, wegen heute Mittag.“, log Harry. Hermine wusste von seinen Alpträumen, aber er erzählte ihr nicht mehr davon, weil sie ihn immer davon überzeugen wollte, zu Pr. Dumbledore zu gehen. Aber er wollte Pr. Dumbledore nicht sehen. Er war immer noch wütend auf ihn.

,, Warst du draußen spazieren oder, wo warst du?“, fragte Ron ihn.

,, Ich habe einen Brief an Sirius geschickt und ihm darin erzählt, was gestern passiert ist.“, erklärte er.

,, Bist du verrückt. Du weißt doch, dass Umbridge die Briefe kontrolliert. Jetzt wird sie wissen, dass wir mit Sirius in Kontakt sind“, schrie Hermine ihn vorwurfsvoll an.

,, Harry wird wohl kaum so dumm sein und Sirius Namen da rein schreiben, stimmst Kamerad?“, erwiderte Ron Hermines Anschuldigungen. ,, Natürlich habe ich Sirius nicht erwähnt. Und ich habe auch nicht mehr geschrieben, als sie eh schon wusste.“

,, Außerdem, Hermine, das heißt Pr. Umridge.“, fügte Ron an Hermine gewand hinzu. Hermine sah in mit einem bösen Blick an. Harry hätte bei diesem Schauspiel normalerweise gelacht, aber er war nicht in der Stimmung dazu, denn die Verhandlung lag ihm immer noch schwer auf dem Magen. Er wunderte sich erst auch, wie Ron so fröhlich sein konnte, denn es wurde auch über ihn entschieden und er würde vielleicht seinen besten Freund auf Hogwarts verlieren. Dann sah Harry aber, dass auch er nicht richtig darüber lachen konnte, sondern nur verbittert lächelte und da wusste Harry, dass er nur versucht hatte, ihn aufzumuntern, was aber leider missglückte. Auch die angespannte Stimmung zwischen ihnen blieb erhalten. Harry erzählte ihnen nichts von Cho. Er war immer noch sauer, dass die Verhandlung zwischen ihrer Verabredung lag und wollte nicht daran erinnert werden.

Sie blieben am Feuer sitzen und redeten über Sirius und den Orden des Phönix. Harry war ihnen sehr dankbar, dass sie die Verhandlung nicht erwähnten, denn er wollte nicht mehr daran denken, bis es soweit sein würde. Nach einer Weile beobachteten sie, wie die anderen Mitschüler aus ihren Schlafräumen kamen und sich, noch müde, zum Frühstück begaben. Die drei hatten keinen Hunger, und Harry hatte auch keine Lust, sich den Blicken der andere auszusetzen, deswegen gingen sie nicht zum Frühstück. Auch die anderen DA Mitglieder wachten langsam auf, machten aber ebenso wie Harry, Ron und Hermine keine Anstalten zum Essen zu gehen. Sie sagten alle, sie hätten keinen Hunger. Neville, Dean und Seamus gesellten sich zu ihnen. Ron und Seamus redeten über Quidditch, aber nicht mit der vollen Begeisterung, welche die beiden sonst immer zeigten, und Harry vertiefte sich in seine Gedanken. Er versuchte an Sirius zu denken, um sich von der Verhandlung abzulenken, doch es funktionierte nicht richtig. Fred, George und Angelina hatten sich an einen der Tische gesetzt und waren ebenfalls in eine Diskussion verstrickt. Harry hörte nebenbei heraus, dass es um Pr. Umbridge ging. ,, Die alte Kuh wird sich schon noch umsehen.“, sagte Fred.

,, Ja, wenn erst mal offiziell rauskommt, dass Du-weißt-schon-wer zurück ist.“, ergänzte George.

,, Ich hoffe, es geht ihr dann richtig schlecht. Vielleicht macht sie Pr. Dumbledore ja total zur Schnecke. Das wäre doch mal was.“, sagte Angelina.

Am Ende waren alle ehemaligen DA Mitglieder aus  Griffindor im Gemeinschaftsraum versammelt, da sie wegen der Verhandlung vom Unterricht befreit waren. Alle anderen waren beim Unterricht. Die Stimmung untereinander war sehr verschieden. Am Tisch der Weasley-Brüder tobten sich die aus, welche vor Wut fast platzten. In den Chinsesseln am Kamin saßen jene, die zu trübselig waren, um miteinander zu reden. An einem anderen Tisch vertrieben sich andere die Zeit damit, sich abzulenken, in dem sie über normale Themen sprachen. Harry saß and diesem Platz, denn er hatte es satt, nur über die Verhandlung nachzudenken. Sie redeten über Quidditch und ihre vielen Hausaufgaben und auch Harry beteiligte sich ausgiebig an dieser Konversation. So verging die Zeit. Dann bemerkte Harry, wie sich einige erhoben. Harry fragte Hermine und Ron: ,,Wo gehen die denn hin?“

,, Die gehen zur Verhandlung. Es ist gleich so weit. Wir sollten uns auch auf den Weg machen.“, antwortete Hermine prompt.

,, Ja. Lasst uns gehen.“, sagte Ron: ,, Bleib cool, Kumpel. Dumbledore wird dich da schon raus hohlen.“, fügte er noch hinzu, als er bemerkte, wie Harry das Gesicht zu einem angstverzerrten Blick verzog.

„ Das sagst du so leicht.“, erwiderte Harry und stand mit zitternden Beinen auf. Sie verließen den Gemeinschaftsraum und da fiel Harry erst auf, dass er überhaupt nicht wusste, wo die Verhandlung stattfand.  

,, Wo soll die Verhandlung stattfinden?“

,, Dumbledore sagte nur, dass wir uns zur Eingangshalle  begeben sollen. Mehr wollte er nicht verraten.“, beantwortete Hermine seine Frage.

Sie gingen hinunter zur Eingangshalle. Harry platzte fast vor Anspannung. Ihm war jetzt mehr, als nur mulmig zu Mute.

In der Eingangshalle angekommen, sahen die Drei schon eine große Anzahl, der DA Mitlieder aus den anderen Häusern Hogwarts. Der Rest aus Griffindor erschien hinter ihnen. Harry wunderte sich, dass nirgendwo ein Lehrer zu sehen war. Harry, Ron und Hermine gesellten sich zu Loona Lovegood und einen Jungen aus Hufflepuff. Cho stand an einer Tür rechts von Harry und unterhielt sich mit ihrer Freundin. Harry vermied es, zu ihr zu schauen. Er blickte dafür in die andere Richtung und sah Draco Malfoy. Was soll der denn hier, dachte er. Wenn Draco etwas aussagt, bin ich so gut wie draußen. Das ungute Gefühl, welches er seit Gestern in sich trug, vergrößerte sich nun um das doppelte. Plötzlich ging die Tür auf, vor der Cho gestanden hatte. Pr. Dumbledore kam langsam hinaus. Er blieb kurz stehen und blickte hastig auf die überraschten Gesichter, dann lief er geradewegs auf die Mitte des Saals zu und blieb in der Mitte stehen.

,, Na los, kommt näher. Dann brauch ich nicht so zu brüllen!“, forderte er sie auf. Soll die Verhandlung etwa hier stattfinden, dachte Harry, aber er konnte es sich nicht wirklich vorstellen. Die Schüler jedenfalls taten, was Dumbledore gesagt hatte und bildeten einen Kreis um ihn. Dumbledore sah sich noch mal um und Harry folgte seinem Blick. Harry war erstaunt, wie viele hier waren, dann bemerkte er erst, dass viele davon nicht zur DA gehörten. Sie hatten wohl davon gehört und schwänzten den Unterricht, um das Urteil Persönlich zu hören. Harry hoffte, dass Dumbledore sie nicht dabei sein lassen würde. Dumbledore jedenfalls fuhr fort:

,, Guten Morgen“, sagte er ruhig, aber mit einem strengen Blick, „ ich schätze, ihr wisst alle warum wir hier sind?“ Alle nickten.

,, Gut, wer kennt DA?“, fragte er kalt in die Runde. Es meldeten sich alle DA Mitglieder, aber auch 2-3 andere, die davon gehört hatten. Dann fuhr Dumbledore fort: ,, Und wer war von euch in der DA?“ Diesmal meldeten sich nur die Mitglieder. Harry hatte schon erkannt, worauf Dumbledore hinaus war, aber andere blickten ihn nur verblüfft an. ,, Nun bitte ich diejenigen, welche sich eben nicht gemeldet haben, zum Unterricht zu gehen, bevor man euren Häusern Punkte abziehen muss.“ Die angesprochenen Schüler setzten sich in Bewegung und offenbarten enttäuschte Gesichter. Nur Draco bewegte sich nicht und Harry befürchtete, dass Dumbledore ihn übersehen würde. Doch Dumbledore sah Malfoy genau an und sagte: ,, Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber 5 Punkte Abzug für Slytherin.“ Der Rest der Schüler fing an zu lachen, aber verstummte abrupt, als ihnen wieder klar wurde, warum sie hier waren. Harry hätte fast auch gelacht, aber seine Gefühle ließen es nicht zu. Dumbledore fügt hinzu: ,,Mr. Malfoy, ich hoffe das war ihnen eine Lehre und nun ab mit ihnen.“ Malfoy verschwand schnell und auch noch ein paar andere, denen wohl klar geworden war, wie ernst Pr. Dumbledore es meinte. ,, Dann können wir uns ja auf den Weg machen. Folgt mir bitte!“, forderte er die Verbliebenen auf und machte sich zurück zu der Tür durch die er gekommen war.

Also, findet die Verhandlung doch woanders statt, dachte Harry. Ihm war die Tür, durch die Dumbledore verschwand noch nie aufgefallen und er fragte sich, was dahinter sein würde. Die Schüler verschwanden nacheinander hinter der Tür und Harry war gespannt, was dahinter war, aber zugleich fürchtete er sich davor. Hinter dieser Tür würde man die Entscheidung fällen. Jetzt hatte Harry eine freie Sicht auf den Raum hinter der Tür. Er war überrascht, denn in Wirklichkeit war es kein Raum, sondern ein langer schmaler Gang, an dessen Wand viele Kerzen in der Luft schwebten, so wie in der Großen Halle, nur nicht ganz so viele. Die Kerzen schienen Blau, nicht Rot oder Gelb. Harry hatte noch nie solche Kerzen gesehen.

Der Gang war so lang, dass Harry kein Ende sehen konnte und von dem Gang gingen auch keine Türen ab, wie es in Hogwarts normalerweise üblich war. Harry fand das ganze ziemlich geheimnisvoll. Warum fand die Verhandlung nicht in einem der Klassenräume statt? Harry überlegte warum, aber er fand dafür keine Antwort.

,, Ich gehe zu Pr. Dumbledore“, sagte er zu Ron und Hermine.

,, Was willst du von ihm?“, fragte Ron ihn, bevor er sich an den anderen Vorbeigedrängelt hatte.

,, Ich muss ihn etwas fragen?“, antwortete Harry. Es würde zu lange dauern, bis er alles erklärt hatte. Sie hätten das Ende des Ganges dann bestimmt schon erreicht. Also machte er sich auf den Weg, an den anderen Freunden vorbei. Sie starrten ihn alle verblüfft an, fragten aber nicht was er wollte. Er kam schließlich bei Dumbledore an, was einige Mühe gekostet hatte, da nur 2 Personen nebeneinander Platz hatten. Auch Dumbledore sah ihn fragend an. Doch bevor er etwas sagen konnte, fragte Harry zögerlich:

,, Pr. Dumbledore? Ich frage mich, warum das ganze hier unten stattfindet und nicht in einem der Klassenräume?“ Harry hatte etwas Angst vor Dumbledore. Er war bestimmt wütend auf ihn. Doch er sprach mit sanfter Stimme:

,, Es ist eine ernste Sache. Ich glaube, das weißt du. Es geht hier um deine Zukunft. Und auch um die der Zauberwelt. Wir brauchen dich, um gegen Voldemort zu bestehen. Doch der Zaubereiminister will es nicht wahr haben. Er glaubt, wir sind eine Bedrohung für ihn, deshalb ist er heute auch anwesend. Er will uns beide loswerden.“

,, Warum braucht ihr mich, um Voldemort zu besiegen. Sie waren es, vor dem er immer schon Angst gehabt hat?“

,, Du bist ihm jetzt schon vier Mal entkommen. Er hat Angst vor dir.“

,, Oh. Und die Verhandlung findet also hier unten statt, weil Fudge anwesend ist.“

,, Mr. Fudge, Harry. Und ja, weil Mr. Fudge da ist und weil es eine ernste Sache ist. Deswegen muss ich dich auch um etwas bitten, Harry. Es ist wichtig. Ich weiß, dass du denkst, du müsstest alles erklären und somit alles offenbaren, aber genau das ist falsch. So bekommen wir dich da nicht raus. Ich bitte dich, nur kurz und knapp zu antworten. Desto weniger sie wissen, desto besser. Hast du das verstanden? Es ist äußerste Priorität, dass wir dich da heil rausbekommen.“

Harry war erst verblüfft gewesen, denn er hatte wirklich daran gedacht, dass es besser wäre, alles zu sagen. Aber er verstand Dumbledore. Jetzt, wo er es gesagt hatte, klang es sogar logisch.

,, Okay!“

Den Rest des Weges sprachen sie nicht mehr. Harry fragte sich, wie lange sie noch zu laufen hätten. Es kam ihm vor wie Stunden. Die ganze Zeit machte er sich wieder Gedanken, was in den nächsten Minuten geschehen würde. Gerade als er sich vorstellte, was er nach der Verhandlung tun würde, falls er verliert, gingen sie um eine Ecke hinter der er eine Tür sah. Jetzt ist es so weit, dachte er. Dumbledore stellte sich vor die Tür und sagte  ruhig, aber mit ein wenig Besorgnis in seiner Stimme: ,, Pr. Dumbledore wünscht Eintritt zur Verhandlung von Harry Potter, wegen Verstoßes gegen Regel Nummer 21 und 3 Vertrauensschüler, die zur Mitschuldigkeit Angeklagt wurden.“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, öffnete sich die Tür und er trat hindurch. Harry folgte ihm. Er trat in einen riesigen Raum. Ungefähr so groß, wie ein viertel des Quidditch Feldes. Vor ihm führten Stufen nach unten. Der Raum war Rund und am Rande standen Stuhlreihen, wie eine Tribüne nach unten laufend aufgebaut. Am Ende der Treppe, wo auch die Stuhlreihen endeten, war eine große Fläche mit Stein, die von den Stühlen eingekreist wurde. Zwischen den Stühlen, gegenüber von der Tür, an der sie jetzt standen, war noch eine Treppe und an deren Ende stand ein großes Gebilde, auf dem 5 Leute auf Stühlen Platz nehmen konnten. Diejenigen, welche dort Platz nahmen hatten eine Sicht auf den ganzen Raum. Harry erblickte Mr. Fudge, Pr. Umbridge und Percy darauf.

Sie sahen die Gruppe vorwurfsvoll an und Harry fühlte sich bei den Blick von Percy überhaupt nicht wohl. Percy war jetzt persönlicher Assistent von Mr. Fudge.

Nach dem großen Gebilde, in der Mitte des Raumes kam ein halbrunder Tisch an denen Stühle standen auf denen die Lehrer von Hogwarts schon saßen. In der Mitte des Tisches standen weitere 5 Stühle. Harry hatte eine ungute Vorahnung, dass diese Stühle für die Angeklagten vorbehalten waren. Der ganze Raum kam Harry fast, wie eine Arena vor.

Dumbledore führte die Schüler bis zum Ende der Treppe, von der 10 Meter entfernt auch das andere Ende der 2 Treppe war, wo das große Gebilde stand. Dumbledore blieb dort stehen und begann: ,, Das ist die Hogwartsarena.“ Er deutete während er dies sagte auf die Tür zurück, durch die sie gekommen waren und als Harry zurückblickte, entdeckte er ein großes Schild in grünen Buchstaben, auf dem Stand:

 

                     HOGWARTSARENA     

Für wichtige Entscheidungen von den Hogwartsgründern Helga Hufflepuff, Godric Griffindor, Salazar Slytherin und Rowena                                    Ravenclaw.         

 

,, Würdet ihr bitte hier Platz nehmen?“, er deutet auf die Stuhlreihen am Rand. Harry wollte sich gerade dort hinbegeben, als Dumbledore hinzufügte: ,, Nein, Harry, Ron, Hermine und Cho. Ihr kommt bitte mit!“ Er führte sie weiter, zu dem Lehrertisch, dann ging er um den Tisch herum, zu der offenen Hälfte und zeigte ihnen mit einer freundlichen Geste, dass sie sich auf die Stühle setzen sollen. Sie setzten sich. Harry blickte genau auf die Lehrer, welche zu ihm gedreht saßen. Pr. Umbridge und Fudge saßen hinter ihm, deswegen drehte er den Stuhl, so dass er die Lehrer und das Gebilde sehen konnte. Die anderen Taten es ihm nach. Percy sah auf ein Blatt, welches er in den Händen hielt. Harrys Eingeweide schienen sich so sehr verkrümmt zu haben, dass es weh tat. Er hatte Angst und ihm lief der Schweiß von der Stirn, vor lauter Aufregung. Außerdem schlug sein Herz unmenschlich. Er hoffte es wäre vorbei, aber das schlimmste Stand jetzt noch vor ihm. Auf einmal stupste ihn Hermine an und flüsterte in sein Ohr: ,, Hast du schon bemerkt, dass Hagrid nicht da ist. Pr. Snape fehlt auch.“ Bei diesen Worten schmerzte auf einmal seine Narbe, aber nur kurz und nicht sehr doll. Es schien als würde sie auch weh tun, wenn er sehr starke Gefühle empfand. Das hatte er schon vor Monaten erkannt.

,, Das verschlechtert deine Chance, freigesprochen zu werden.“, sprach Hermine bedrückt weiter. Das hatte Harry allerdings auch gedacht. Er hoffte nur, dass Hagrid noch auftauchen würde. Dumbledore setzte sich zum Lehrertisch. Danach räusperte sich Umbrigde, so wie sie es immer tat. Sie starrte Harry mit zusammengezogenen  Augen an  und begann etwas vorzulesen:

,, Mr. Harry James Potter wird des Verstoßes gegen Regel Nummer 21 beschuldigt. Regel Nummer 21 beinhaltet, dass...“. Weiter kam sie nicht, denn Dumbledore unterbrach sie: ,, Ich glaube wir sind alle sehr gut vertraut mit Regel Nummer 21, würden sie bitte weitermachen.“ Harry sah Percy aus den Augenwinkeln, der die ganze Zeit Notizen zu machen schien. Pr. Umbridge gefiel offensichtlich überhaupt nicht, was Dumbledore gesagt hatte, aber sie tat, was Dumbledore verlangte und fuhr fort.

,, Gut... Mr. Potter hat außerdem zum wiederholten Male gegen meine Anweisungen verstoßen. Bekennen sie sich Schuldig Mr. Potter? Haben sie diesen Club gegründet?“

Harry zögerte etwas, denn er dachte an die Anweisungen von Dumbledore. Er wollte antworten, so wie Dumbledore es gesagt hatte: ,, Ich...“. Doch in diesem Augenblick sprang Dumbledore auf und sagte ruhig: ,, Mr. Potter bekennt sich schuldig an einem solchem Club teilgenommen zu haben, jedoch nicht ihn gegründet zu haben.“

,, Ist das richtig, Mr. Potter?“, fragte diesmal Mr. Fudge.

Harry wusste nicht, was er antworten sollte. Deshalb sah er zu Dumbledore hinüber, der sich wieder gesetzt hatte. Dumbledore bemerkt seinen Blick und gab mit einem Nicken das Zeichen, dass Harry zustimmen sollte. Harry sagte kurz: ,, Ja, das stimmt.“ Die Lehrer von Hogwarts beobachteten nur, sagten aber nichts. Pr. Umbridge sah ziemlich zufrieden aus und Harry wollte sich nicht ausmalen, was sie wieder ausheckte.

,, Gut.“, sagte sie in zufriedenen Ton: ,, bekennen sie sich denn dazu, den Club geleitet zu haben.“

„ Nein, ich war nur Mitglied“, antwortet er.

,, Mr. Weasley, Miss Granger, Miss Chang?“, richtete sie sich an Harrys Nachbarn: ,, Können sie das bestätigen?“ Die Drei nickten. Dann richtete sich Pr. Umbridge zu den anderen Schülern.

,, Seid ihr derselben Meinung, wie eure kleinen Freunde?“

Auch sie stimmten alle zu. Pr. Umbridge drehte sich wieder zu Harry und sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Dann sagte sie: ,, Schön, Mr. Potter. Ihnen ist aber trotz allem bewusst, dass sie einen nicht Identifizierten Club angehörten?“

Diesmal antwortete Harry gleich, ohne vorerst zu Dumbledore zu sehen.

,, Ja,“ und fügte ungeschickter Weise hinzu: ,, aber wir wollten nur Verteidigung gegen die Dunklen Künste üben.“ Harry sah zu Dumbledore und der sah in enttäuscht an. Harry hatte zufiel verraten. Nun wurde es ihm bewusst, doch es war zu spät.

,, Verteidigung gegen die Dunklen Künste also. Reicht ihnen mein Unterricht nicht? Oder wollen sie wieder auf diese Absurde Geschichte von Du- weißt-schon-wen hinaus?“ Dumbledore antwortete jetzt:

,, Pr. Umbridge! Keiner will ihren Unterricht kritisieren und diese Schüler wollte auch nicht gegen Voldemort antreten.“, beim Namen von Voldemort zitterten fast alle: ,, Ach, hört doch endlich auf. Ihr müsst endlich seinen Namen akzeptieren.“

,, Erzählen sie mir nicht, was ich zu tun und zu lassen habe!“, erwiderte Mr. Fudge und sah Dumbledore böse an. Dumbledore fuhr jedenfalls fort, ohne darauf zu reagieren.

,, Kommen wir wieder zurück. Also, keiner will ihren Unterricht kritisieren und die Schüler hatten nicht vor gegen Voldemort zu kämpfen. Sie wollten bestimmt nur für ihr Examen üben. Sie glaubten, sie seien nicht gut genug und wollten halt ihre Fähigkeiten verbessern. Kann man ihnen das verübeln?“ Die Lehrer von Hogwarts schüttelten den Kopf, doch Pr. Umbridge schien nicht Dumbledores Meinung zu sein. Auch Harry war nicht ganz seiner Meinung. In ihm stieg Wut auf, denn er unterschätzte seine Fähigkeiten überhaupt nicht und er glaubte auch nicht er sei nicht gut genug. Doch gerade, als er diesen Einwand einbringen wollte, trat ihn Hermine gegen das Schienbein. Er konnte einen Aufschrei gerade noch unterdrücken. Harry war allerdings froh, dass Hermine  bemerkt hatte, dass er wütend war, denn durch den Tritt verstand er, dass Dumbledore es überhaupt nicht ernst gemeint hatte.   

,, Wenn sie das mit diesem Club bezwecken wollten, hätten sie mir, dem Inspekteur von Hogwarts, davon berichten können.“, sagte Pr. Umbridge.

,, Als wenn sie uns das jemals erlaubt hätten. Sie hätten gesagt, dass wir nur hart genug arbeiten müssen, um durch das Examen zu kommen.", schrie Hermine ihr zu.

,, Das ist auch so.“, sagte Pr. Umbridge wütend: ,, aber trotzdem. Wenn diese Schüler vorgehabt hätten, in dem Club für das Examen zu arbeiten, was machen dann die älteren Schüler dort.“ Sie traf den Nagel auf dem Kopf. Jetzt hat sie uns, dachte Harry.

,, Liegt das denn nicht auf der Hand?“, erklärte Dumbledore: ,, Natürlich brauchten die 5. Klässler jemanden, der ihnen dabei hilft. Die älteren haben offensichtlich, den kleineren geholfen, ihnen erklärt, wo ihre Schwächen sind. Dann wurde in diesem Club daran gearbeitet.“ Pr. Umbridge drehte sich zu den anderen Ehemaligen DA Mitgliedern um, als sie sich wieder zu Harry herumwand hatte sie ein gemeines Grinsen aufgesetzt. Harry wunderte sich was sie so glücklich machte.

,, Was machen dann die jüngeren Schüler in dem Club?“

,, Die bereiten sich auf das vor, was ihnen bevorsteht. Übung macht den Meister, oder.“

,, Sehr gut Pr. Dumbledore. Sie schaffen es wirklich Harry aus allem, immer und zu jeder Zeit rauszuholen, doch diesmal wird ihnen das nicht gelingen. Harry ist zu weit gegangen. Sie finden vielleicht für den Club eine Ausrede, aber sie werden keine für das finden, was wir entdeckt haben.“

Was konnte das sein, fragte Harry sich. Hermine neben ihm schlug ihre Hand vor ihren Mund. Harry sah sie fragend an, doch sie sagte nichts, sondern starrte auf Pr. Umbridge. Auch Ron schien etwas bemerkt zu haben, denn er sagte flüsternd zu sich selbst: ,, Oh nein.“

Harry sah von Ron wieder zu Pr. Umbridge. Sie hielt ein Stück Papier in der Hand, welches Percy ihr überreichte. Jetzt viel es Harry, wie Schuppen von den Augen. Sie hielt das Blatt in der Hand, auf dem Hermine die Namen und Mitglieder notiert hatte. Alle Mitglieder hatten darauf unterschrieben. Hermine hatte es an die Tür gehängt, um den Raum angemessen zu Gestalten. Auch die anderen DA Mitglieder hatten das Blatt wiedererkannt. Sie sahen alle sehr aufgeregt aus.

,, Wie ich sehe, erkennen sie dieses Stück Papier wieder? Hier stehen alle Mitglieder eures kleinen Clubs und hier steht sogar, dass Mr. Harry Potter der Leiter ist. So ein Zufall.“, sagte sie mit einer Häme in der Stimme, so dass es ihr schon aus dem Mund rausgelaufen kam: ,, Was sagen sie dazu.“, fügte sie an Dumbledore gewand hinzu. Dumbledore holte seinen Zauberstab raus und rief: ,, Accio Pergamenta“ Das Stück Papier flog aus Pr. Umbridges Hand und direkt zu Dumbldore. Er betrachtete es ausgiebig, dann wandte er sich zu Harry: ,, Ist das wahr? Ist das von euch?“. Er klang sehr wütend und bevor Harry antworten konnte, sagte Pr. Umbridge: ,, Natürlich ist es von ihnen. Das ist ihre Unterschrift und das Blatt ist mit einem Vertrauenszauber ausgestattet.“ Harry sah Hermine fragend an. Er wusste nicht was ein Vertrauenszauber war.

,, Es ist ein Zauber, der denjenigen verrät, welcher das Siegel diese Blattes bricht. In diesem Fall wäre es, wenn einer uns verpetzt, der darauf unterschrieben hat.“, antwortete Hermine hastig und mit Unbehagen auf Harrys ungestellte Frage.

,, Damit ist also die Schuld von Mr. Potter bewiesen.“, sagte Mr. Fudge: ,, Würden sich jetzt bitte diejenigen melden, welche Mr. Potter für schuldig halten, was nun keiner mehr anzweifeln kann.“

,, Halt,“, erwiderte Pr. Umbridge bevor einer der Lehrer die Hand hob: ,, bevor wir das Urteil fällen, muss ich sie noch darauf hinweisen, dass ich, als Inspekteur, durch Regel Nummer 22, die Befugnis besitze, jeden, der seinen Job nicht richtig erfüllt, von Hogwarts zu verweisen. Also entscheiden sie richtig, ob er schuldig ist oder nicht. Ich werde mir jedes Urteil genau ansehen. Denken sie daran.“

,, Soll das eine Drohung sein?“, fragte Mrs. McGonagall, die bisher nur zugehört hatte.

,, Wenn sie es so sehen wollen, ja.“, antwortete Pr. Umbridge.

Harry war jetzt wütend, verblüfft und ängstlich. Er hatte keine Hoffnung mehr. Er war sich sicher, dass er verlieren würde. Er hasste diese Umbridge mehr, als jeden anderen auf der Welt. Er wusste nicht, was er jetzt noch tun könnte? Er sah auf seine Füße, traute sich nicht, Dumbledore in die Augen zu sehen. Dumbledore war sicher wütend.

,, Melden sich jetzt bitte diejenigen, die der Meinung sind, dass Harry von Hogwarts zu verweisen ist!“, forderte Fudge die Lehrer auf. Harry sah nach oben, und erblickte mit erstaunen, dass Pr. Dumbledore nicht wütend war, sondern besorgt und mitleidig. Er sah auf einmal ziemlich alt aus. Älter als sonst. Dann sah Harry zu den Lehrern. Es meldeten sich fast alle. Nur Pr. McGonagall und Pr. Dumbledore meldeten sich nicht. Harry hatte verloren. Er wurde von Hogwarts verwiesen. Er sah wieder nach unten auf den Boden. Es war vorbei.

,, Gut, dann beende ich hiermit die Sitzung! Mr. Potter, packen sie ihre Sachen, wenn sie das noch nicht getan haben.“, sagte Pr. Umbridge glücklich. Alle erhoben sich und verließe den Saal. Alle außer Pr. Umbridge und Mr. Fudge waren betrübt und redeten nicht.

Ausschnitt aus der Fan-fiction Harry Potter Band 5 von Nico Lehmann. Original von Joanne K. Rowling.

 

 


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